Kunststoff-Fräs-Biegetechnik trifft auf funktionale Blechkomponenten: apra entwickelte und fertigte eine Gehäuselösung für einen elektrischen Neurostimulator – mit Digitaldruck und einem 3D-gedruckten Anschlussadapter.
Individuelles Gehäusedesign und funktionale Metallkomponenten lassen sich auch in kleinen Serien kombinieren. Dieses Projekt zeigt eine Kunststofflösung für ein medizintechnisches Gerät, ergänzt durch einen innenliegenden Blechaufbau und einen 3D-gedruckten Anschlussadapter.
Ausgangssituation und Anforderungen
Für einen elektrischen Neurostimulator entwickelte und fertigte apra ein kundenspezifisches Gehäuse. Das Gerät wird in der Neurochirurgie und beim intraoperativen Neuromonitoring eingesetzt.
Bei einem Bedarf von 50 bis 150 Stück pro Jahr waren hohe Ansprüche an das äußere Design, eine individuelle Bedruckung und die Anforderung an eine EMV-Abschirmung zusammenzuführen. Gesucht war eine durchgängige Lösung, die Entwicklung und Fertigung der unterschiedlichen Gehäusekomponenten umfasst.
Die Lösung von apra
Kunststoff-Außenkörper in Fräs-Biegetechnik
Den Außenkörper fertigte apra-plast aus Kunststoff in Fräs-Biegetechnik. Das Verfahren ermöglicht eine kundenspezifische Gehäusegestaltung ohne ein eigenes Spritzgusswerkzeug und eignet sich damit für die hier benötigte Kleinserie.
Die anschließende Bedruckung erfolgte im Digitaldruck. So ließen sich die gewünschte äußere Gestaltung und die individuelle Beschriftung direkt am Kunststoffgehäuse umsetzen.
Innenliegendes Stahlblech für den funktionalen Aufbau
Im Inneren ergänzte apra die Kunststofflösung durch ein feuerverzinktes Stahlblech mit Gewindebolzen, Gewindeeinsätzen und Durchbrüchen. Diese Elemente schaffen definierte Befestigungspunkte und berücksichtigen die erforderlichen Öffnungen im inneren Aufbau.
Die Kombination folgt einer klaren Aufgabenteilung: Der Kunststoff-Außenkörper bestimmt die äußere Form und Gestaltung, während das Blech die metallischen Befestigungsstrukturen im Inneren bereitstellt. Zugleich wurde die Anforderung an eine EMV-Abschirmung bei der Gehäuseentwicklung berücksichtigt.
Anschlussadapter aus dem 3D-Druck
Ein kundenspezifischer Anschlussadapter vervollständigt den Aufbau. apra fertigte ihn im FDM-Verfahren, einem Verfahren des Kunststoff-3D-Drucks. Damit ließ sich die benötigte Adaptergeometrie als separates Bauteil für die Kleinserie umsetzen.
Entwicklung und Fertigung im Unternehmensverbund
Apra-plast übernahm die Entwicklung und fertigte sämtliche beschriebenen Gehäusekomponenten im eigenen Unternehmensverbund der apra-gruppe. Kunststoff-Fräs-Biegetechnik, Digitaldruck, Blechbearbeitung und 3D-Druck wurden so innerhalb einer gemeinsamen Projektlösung zusammengeführt.
Das Ergebnis ist ein auf die Anwendung abgestimmtes Kunststoffgehäuse mit ergänzenden Metall- und Kunststoffkomponenten im Inneren. Das Lösungsprinzip kann auch für andere Elektronikgeräte interessant sein, bei denen kleine Stückzahlen, individuelles Design und funktionale Einbauten zusammenkommen.
Sie planen ein Kunststoffgehäuse mit innenliegenden Blechkomponenten? Sprechen Sie mit apra über Gehäusegestaltung, Befestigungspunkte und die passende Fertigung für Ihre Stückzahlen.
Produktmanagement Fräs-/Biege-Technik