Kunststoff Kombi-Projekte

Unterschiedliche Anforderungen an Geometrie, Funktion oder Stückzahl werden innerhalb einer Baugruppe mit jeweils passenden Kunststoff-Fertigungsverfahren gelöst. Die apra-gruppe realisiert solche verfahrensübergreifenden Fertigungskonzepte inklusive Veredelung und Montage vollständig im eigenen Haus – für eine funktionsfähige Gesamtlösung aus einer Hand.

Kunststoff-Fertigungsverfahren für Gehäuse und Bauteile kombinieren

Für jedes Einzelteil das passende Verfahren, abgestimmt zu einer funktionsfähigen Gesamtlösung.

Die apra-gruppe entwickelt und fertigt individuelle Kunststoffgehäuse und Kunststoffbauteile, bei denen unterschiedliche Fertigungsverfahren zu einer Gesamtlösung kombiniert werden. Für jedes Einzelteil wird das Verfahren passend zu Geometrie, Funktion, Stückzahl und Wirtschaftlichkeit ausgewählt.

Was bedeutet die Kombination verschiedener Kunststoff-Fertigungsverfahren?

Bei einem Kunststoff-Kombi-Projekt wird ein Gehäuse oder eine Baugruppe in funktional sinnvolle Einzelteile gegliedert. So können beispielsweise eine tiefgezogene Gehäuseschale, ein präziser Fräs-Biege-Grundkörper und 3D-gedruckte Funktionsteile verfahrensgerecht gefertigt und anschließend zusammengeführt werden. Auch ein geplanter Wechsel vom Prototypen- zum Serienverfahren kann Bestandteil des Konzepts sein.

Wann ist ein verfahrensübergreifendes Fertigungskonzept sinnvoll?

Eine Kombination ist besonders dann interessant, wenn einzelne Teile eines Gehäuses deutlich unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen oder sich Mengen, Varianten und Änderungsrisiken innerhalb der Baugruppe unterscheiden.

Bereich Ihre Herausforderung Unsere technische Lösung
Bauteilgeometrie
Freiformschalen, Plattenkörper und komplexe Detailteile lassen sich mit einem einzigen Verfahren nur mit konstruktiven Kompromissen herstellen.
Die Baugruppe wird verfahrensgerecht aufgeteilt, beispielsweise in ein tiefgezogenes Formteil, einen Fräs-Biege-Grundkörper und additiv gefertigte Funktionsteile.
Stückzahl und Projektphase
Muster, Vorserie und Serie erfordern unterschiedliche Mengen, Eigenschaften und Investitionen.
Werkzeuglose Verfahren ermöglichen die frühe Validierung; der spätere Wechsel zu Tiefziehen oder Spritzguss wird konstruktiv vorbereitet und anhand des Serienbedarfs bewertet.
Variantenkonzept
Das Grundprodukt bleibt gleich, während Fronten, Einsätze oder Adapter in mehreren Varianten und kleineren Losen benötigt werden.
Werkzeuggebundene Gleichteile werden mit werkzeuglos gefertigten Variantenkomponenten kombiniert; Änderungen bleiben auf definierte Einzelteile begrenzt.
Werkstoff und Funktion
Einzelteile benötigen unterschiedliche Eigenschaften, etwa Steifigkeit, Transparenz, Elastizität oder Temperaturbeständigkeit.
Werkstoff und Verfahren werden je Teil ausgewählt; Materialverträglichkeit, Alterung und Fügbarkeit fließen in das Baugruppenkonzept ein.
Oberfläche und Sichtteile
Farbe, Glanz, Struktur und Haptik können sich verfahrensbedingt unterscheiden.
Sichtflächen und Fugenbild werden abgestimmt; Muster, Lackierung, Bedruckung oder weitere Veredelungen unterstützen ein einheitliches Erscheinungsbild.
Passung und Toleranzen
Unterschiedliche Fertigungstoleranzen können Passung, Spaltmaß und Montage beeinflussen.
Die apra-gruppe definiert gemeinsame Bezugs- und Funktionsmaße und berücksichtigt Toleranzketten, Nacharbeit, Vorrichtungen und Prüfmerkmale.
Fügung und Schutz
Verbindungen, Dichtkonturen oder EMV-Maßnahmen müssen über mehrere Bauteile hinweg zuverlässig funktionieren.
Trennstellen, Verbindungstechnik, Dichtungen und Beschichtungen werden für das Gesamtsystem ausgelegt und bei Bedarf projektbezogen geprüft.
Montage und Projektsteuerung
Getrennte Speziallieferanten erhöhen den Abstimmungsaufwand bei Konstruktion, Qualität und Terminen.
Die apra-gruppe koordiniert die Verfahren und kann Nachbearbeitung, Veredelung, Montage und vereinbarte Prüfungen in den Lieferumfang einbinden.

Kombinierbare Kunststoffverfahren

Das Fertigungsspektrum der apra-gruppe umfasst Fräs-Biegetechnik, Tiefziehen, 3D-Druck, Vakuumguss und Spritzguss. Fräs-Biege- oder Tiefziehteile können beispielsweise den Gehäusekörper bilden, während 3D-Druck, Vakuumguss oder Spritzguss für komplexe Funktionsteile, Einsätze oder Varianten eingesetzt werden.

Konstruktion, Fertigung und Montage bei der apra-gruppe

Die apra-gruppe begleitet Kombi-Projekte von der Machbarkeitsprüfung und Bauteilaufteilung bis zur Fertigung. Bauteiltrennung, Verbindungstechnik, Bezugsmaße, Toleranzketten, Sichtflächen sowie Dicht- oder EMV-Konzepte werden auf die Gesamtbaugruppe abgestimmt. Als Grundlage dienen CAD-Daten, Zeichnungen, Skizzen, Bilder oder vorhandene Muster.

Je nach Projekt können mechanische Nachbearbeitung, Lackierung, Bedruckung, Beschriftung, EMV-Beschichtung, Dichtungen und beigestellte Komponenten einbezogen werden. Die Einzelteile werden gefügt, auf Wunsch montiert und nach dem vereinbarten Prüfkonzept als Baugruppe geliefert.

Typische Gehäuse, Bauteile und Anwendungen

Typische Anwendungen sind mehrteilige Elektronik- und Gerätegehäuse, Bedien- und Pultgehäuse, Wandgehäuse, Gehäuseschalen, Hauben, Abdeckungen und Verkleidungen. Hinzu kommen Fronten, Blenden, Halter, Adapter, Griffe sowie Luft- und Kabelführungen. Einsatzfelder liegen beispielsweise in der Medizintechnik, Industrieelektronik, Mess- und Prüftechnik, im Gerätebau sowie im Maschinen- und Anlagenbau.

Projektanforderungen besprechen

Sie möchten prüfen, ob mehrere Kunststoff-Fertigungsverfahren für Ihr Gehäuse oder Ihre Baugruppe sinnvoll sind? Gemeinsam klären wir Bauteilstruktur, Funktionen, Werkstoffe, Stückzahlen, Schnittstellen und den gewünschten Lieferumfang.

Kontakt André Nöllen Produktmanagement Fräs-/Biege-Technik
André Nöllen

Produktmanagement Fräs-/Biege-Technik

Wann ist ein einziges Fertigungsverfahren die bessere Lösung?

Wenn ein Einzelverfahren Geometrie, Funktion, Oberfläche und Stückzahl ohne wesentliche Kompromisse abdeckt, kann die einheitliche Fertigung einfacher und wirtschaftlicher sein. Die apra-gruppe prüft deshalb das konkrete Projekt und empfiehlt eine Kombination nur dort, wo deren Nutzen den zusätzlichen Aufwand für Schnittstellen, Montage und Prüfung überwiegt.