Abkanten und Biegen
Aus ebenen Blechteilen werden erst durch passende Kantungen Gehäusekörper, Türen oder Abdeckungen. apra wählt das Biegeverfahren mit Blick auf Geometrie, Werkzeugzugang und die spätere Montage Ihres Projekts.
Mit verschiedenen Abkant- und Biegeverfahren formt die apra-gruppe ebene Blechteile zu Gehäusekörpern, Türen, Abdeckungen und Haltern. Welches Verfahren für ein Bauteil technisch geeignet und wirtschaftlich sinnvoll ist, entscheidet apra anhand der Geometrie, des Werkstoffs, der Stückzahl und der weiteren Fertigungsschritte.
Passende Bearbeitung für jede Bauteilgeometrie
Eine Kantung muss nicht nur den gewünschten Winkel erreichen. Sie muss auch zu angrenzenden Schenkeln, Durchbrüchen, Befestigern und späteren Montageschritten passen. Dafür stehen bei apra manuelles und automatisiertes Gesenkbiegen, Schwenkbiegen sowie das Biegen kleiner Laschen im Stanz-Laser-Prozess zur Verfügung.
| Anforderung an das Bauteil | Worauf apra bei der Fertigung achtet |
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Kurze Schenkel oder Z-Kantungen
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Mindestmaße, Werkzeugzugang und Reihenfolge der Biegungen
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Gehäusekörper mit mehreren Seiten oder Falzen
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Erreichbare Schachtelhöhen, Falzlängen und Zugänglichkeit der letzten Kantungen
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Größere Türen, Abdeckungen oder Gehäuseteile
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Bauteilformat, Materialstärke und Eignung für das Schwenkbiegen
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Wiederkehrende Biegeteile
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Eignung für eine automatisierte Bearbeitung, etwa anhand von Greifflächen und Biegefolge
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Löcher, Prägungen oder Befestiger nahe einer Biegelinie
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Möglicher Verzug und Kollisionen mit dem Biegewerkzeug
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Sichtbare Bauteilflächen
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Biegerichtung und Werkzeugoptionen mit Blick auf mögliche Abdrücke
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Kleine Laschen in einer gestanzten oder gelaserten Platine
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Möglichkeit, die Biegung direkt in den Stanz-Laser-Prozess zu integrieren
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Von der Projektanforderung zur fertigungsgerechten Lösung
Aus Ihren Anforderungen entwickelt apra einen passenden Fertigungsweg und erstellt darauf basierend ein Angebot. Nach der Beauftragung übernimmt die hauseigene Konstruktion die fertigungsgerechte Umsetzung und stimmt die technischen Details gemeinsam mit Ihnen ab.
Produkt-/Projektmanagement
Biegefolge und Weiterverarbeitung zusammen planen
Durchbrüche, Durchzüge und Befestiger müssen mit ausreichendem Abstand und an der richtigen Stelle zur Biegelinie liegen. Andernfalls können sie sich beim Umformen verziehen oder den Werkzeugzugang behindern. Ebenso beeinflussen Schweißverbindungen, Beschichtung und Montage, wie ein Bauteil ausgelegt und gefertigt wird.
apra betrachtet das Abkanten und Biegen deshalb als Teil der gesamten Fertigung: Aus gestanzten oder gelaserten Platinen entstehen durch weitere Bearbeitung, Oberfläche und Montage fertige Gehäuseteile, Schränke oder Metallbaugruppen.
Was für die Fertigung benötigt wird
Für die Beurteilung Ihres Projekts sind Zeichnungen, 3D-Modelle oder Muster hilfreich. Sie können diese Unterlagen bereitstellen oder Ihre Anforderungen zunächst mit apra besprechen. Wichtig sind dabei die gewünschte Funktion und Geometrie, Werkstoff, Materialstärke, Stückzahl, Sichtflächen und geplante Folgeprozesse. Auf dieser Grundlage prüft apra projektbezogen, welches Biegeverfahren technisch geeignet und wirtschaftlich sinnvoll ist.