Einpressen und Nieten
Befestigungspunkte müssen zur Blechdicke, Belastung und späteren Montage passen. apra plant Einpress- und Nietelemente so in Ihr Gehäuseprojekt ein, dass Gewinde und Verbindungen an den benötigten Stellen entstehen.
Einpressbolzen und Einpressbuchsen
Einpressbolzen und Einpressbuchsen werden mit definierter Kraft in ein vorbereitetes Loch im Blech eingesetzt. Dabei verformt sich der Werkstoff im Bereich des Elements und schafft eine feste Verbindung. Auf diese Weise können Befestigungs- oder Führungspunkte direkt in das Bauteil integriert werden.
Ob ein Einpresselement eingesetzt werden kann, hängt unter anderem von der Blechdicke, dem Werkstoff, der Lochgeometrie und der späteren Belastung ab. Besonders bei dünnen oder empfindlichen Blechen prüft apra die Eignung projektbezogen.
Einnietelemente für belastbare Gewindepunkte
Einnietmuttern schaffen belastbare Gewindepunkte in dünnwandigen Bauteilen. Sie können je nach Ausführung auch für bereits oberflächenbehandelte Teile infrage kommen. Für die Auswahl sind unter anderem Gewindegröße, Blechdicke, Aufnahmebohrung, Drehmoment und Werkzeugzugang entscheidend.
Blindniete und Blindnietmuttern bei einseitiger Zugänglichkeit
Blindniete und Blindnietmuttern werden von einer Bauteilseite aus gesetzt. Dadurch eignen sie sich für Gehäusebereiche, Hohlprofile oder bereits gefügte Baugruppen, bei denen die Rückseite nicht zugänglich ist.
Blindniete schaffen eine dauerhafte Verbindung zwischen Bauteilen. Blindnietmuttern integrieren dagegen ein Gewinde, über das weitere Komponenten später lösbar befestigt werden können. Materialpaarung, Klemmbereich und vorgesehene Belastung werden dabei auf die jeweilige Anwendung abgestimmt.
Befestigungspunkte konstruktiv richtig einplanen
Die Position eines Verbindungselements beeinflusst häufig weitere Bereiche des Bauteils. Liegt ein Befestigungspunkt zu nah an einer Biegelinie, kann er sich beim Abkanten verformen oder den Zugang für das Biegewerkzeug behindern. Auch angrenzende Durchbrüche, Schweißverbindungen und spätere Montageschritte müssen berücksichtigt werden.
Bei sichtbaren Gehäuseflächen prüft apra zudem, ob sich ein eingesetztes Element auf der gegenüberliegenden Seite abzeichnen könnte. Die Verbindungstechnik wird deshalb gemeinsam mit Konstruktion, Oberfläche und geplanter Verwendung des Bauteils betrachtet.
Einpressen und Nieten in die gesamte Fertigung einbinden
Das Einbringen der Verbindungselemente wird bei apra in den vollständigen Fertigungsablauf eingeplant. Je nach Bauteil und Verfahren erfolgt es beispielsweise nach dem Stanzen, Laserschneiden und Entgraten sowie vor oder nach dem Abkanten und der Oberflächenbehandlung.
Auch die anschließende mechanische Montage sowie die Integration elektrischer und elektronischer Komponenten können in den weiteren Fertigungsprozess einbezogen werden. So entstehen aus einzelnen Blechteilen einbaufertige Gehäuseteile, Schränke oder komplette Metallbaugruppen.
Von der Projektanforderung zur fertigungsgerechten Lösung
Für eine Anfrage müssen Verbindungselement und Fügeverfahren noch nicht feststehen. apra prüft projektbezogen, welche Lösung technisch geeignet und wirtschaftlich sinnvoll ist, und erstellt darauf basierend ein passendes Angebot.
Nach der Beauftragung übernimmt unsere hauseigene Konstruktion die fertigungsgerechte Umsetzung und stimmt die technischen Details gemeinsam mit Ihnen ab.
Produkt-/Projektmanagement
Was für die Beurteilung Ihres Projekts hilfreich ist
Zeichnungen, 3D-Modelle oder Muster helfen bei der Einschätzung. Wichtig sind außerdem Angaben zu Werkstoff, Blechdicke, Oberfläche, Stückzahl und der vorgesehenen Funktion des Befestigungspunktes.
Sofern bereits Anforderungen an Belastbarkeit, Drehmoment, Korrosionsschutz, Dichtheit oder Lösbarkeit bestehen, sollten diese ebenfalls berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage prüft apra, welches Verbindungselement und welches Verfahren für das Bauteil geeignet sind.