Schweißen

Ob maßhaltiger Gehäusekörper, tragfähiger Rahmen oder sichtbare Schweißnaht: apra wählt das Fügeverfahren passend zu Werkstoff, Geometrie und Oberfläche. Auch Verzug, Nacharbeit und spätere Montageschritte werden dabei berücksichtigt.

Mit verschiedenen Schweißverfahren fügt die apra-gruppe Blechteile zu stabilen, maßhaltigen und optisch passenden Gehäusen, Schränken und Baugruppen. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, wird auf Werkstoff, Geometrie, Nahtanforderung, Sichtflächen, Stückzahl und die geplanten Folgeprozesse abgestimmt.

Das Schweißverfahren passend zum Projekt auswählen

Eine Schweißverbindung muss mehr leisten, als zwei Bauteile dauerhaft zusammenzufügen. Bei Gehäuse- und Schrankprojekten beeinflusst sie unter anderem die Stabilität, Maßhaltigkeit, Dichtheit, Oberflächenqualität und spätere Montage. Gleichzeitig unterscheiden sich die Verfahren hinsichtlich Wärmeeinbringung, möglicher Spaltüberbrückung, Zugänglichkeit, Automatisierung und Nacharbeit.

apra betrachtet deshalb nicht nur die einzelne Naht, sondern die gesamte Konstruktion. Bauteilaufteilung, Kantungen, Fügerichtung, Spannmöglichkeiten und nachfolgende Schritte wie Schleifen, Beschichten oder Montieren werden früh in die Verfahrenswahl einbezogen.

Anforderung Möglicher Fertigungsweg Worauf es bei der Auswahl ankommt
Wiederkehrende, maßhaltige Gehäuse und Hauben
Laserschweißen
Passgenaue Bauteile, kleiner Fügespalt, sichere Positionierung, Zugänglichkeit und Vorrichtung
Flexible Nahtführung oder kleine Stückzahlen
WIG-, MIG- oder MAG-Schweißen
Werkstoff, Blechdicke, Nahtart, Wärmeeinbringung, Verzug und gewünschte Nacharbeit
Überlappende Blechverbindungen
Punktschweißen
Werkstoffpaarung, Blechdicken, Elektrodenzugang, Punktabstand und optische Anforderungen
Befestigungselemente direkt am Blechteil
Bolzenschweißen
Art und Position des Elements, Blechdicke, Rand- und Biegeabstände sowie spätere Belastung
Sichtflächen oder beschichtete Baugruppen
Projektbezogene Verfahrenskombination
Nahtbild, Schleifaufwand, Verzug, Korrosionsschutz und Reihenfolge der Fertigungsschritte

Maßhaltigkeit Oberfläche und Prüfanforderungen früh abstimmen

Schweißwärme kann Bauteile verziehen und dadurch Spaltmaße, Türfunktionen, Montageflächen oder die Passung weiterer Komponenten beeinflussen. apra berücksichtigt deshalb Schweißreihenfolge, Heftpunkte, Vorrichtungen und gegebenenfalls notwendige Richt- oder Schleifarbeiten bereits bei der Fertigungsplanung. Besonders bei dünnwandigen Gehäusen und langen Nähten ist diese Abstimmung entscheidend.

Bei Sichtflächen wird zusätzlich festgelegt, welches Nahtbild gewünscht ist und welche Nacharbeit vor einer Beschichtung erforderlich oder zulässig ist. Anforderungen an Festigkeit, Dichtheit, Korrosionsschutz, Dokumentation oder Prüfungen sollten vor der Angebotsphase benannt werden. Eine dichte oder normgerechte Verbindung ergibt sich nicht allein aus dem eingesetzten Schweißverfahren, sondern aus Konstruktion, Nahtausführung und vereinbartem Prüfkonzept.

Vom Blechteil zur fertigen Schweißbaugruppe

Schweißen ist bei apra in eine durchgängige Fertigung für Gehäuse- und Schrankprojekte eingebunden. Blechteile können zuvor gestanzt, lasergeschnitten, entgratet und abgekantet werden. Nach dem Fügen lassen sich je nach Projekt Schleif- und Richtarbeiten, Oberflächenbehandlung, Bedruckung, Dichtungsschäumen sowie mechanische und elektrische Montage anschließen.

Die hauseigene Konstruktion stimmt Bauteilaufteilung, Nahtpositionen, Toleranzen und Folgeprozesse aufeinander ab. So können aus einzelnen Blechteilen lackierte Gehäuse, belastbare Rahmen, Schrankbaugruppen oder vollständig montierte Lösungen entstehen.

Von der Projektanforderung zur fertigungsgerechten Lösung

Für eine Anfrage müssen Sie das Schweißverfahren noch nicht festlegen. apra prüft anhand von Funktion, Werkstoff, Geometrie, Nahtanforderung, Oberfläche, Stückzahl, Prüfbedarf und geplanten Folgeprozessen, welche Lösung technisch geeignet und wirtschaftlich sinnvoll ist, und erstellt darauf basierend ein passendes Angebot.

Nach der Beauftragung übernimmt die hauseigene Konstruktion die fertigungsgerechte Umsetzung und stimmt die technischen Details gemeinsam mit Ihnen ab.

Thomas Becker

Produkt-/Projektmanagement

Was für die Beurteilung Ihres Projekts hilfreich ist

Für die Machbarkeitsprüfung sind 2D-Zeichnungen und möglichst 3D-Daten hilfreich. Benötigt werden insbesondere Angaben zu Werkstoff, Blechdicken, Bauteilabmessungen, Nahtlage und Nahtart, Zugänglichkeit, Sichtseiten, Toleranzen und Stückzahl. Auch der gewünschte Lieferzustand und nachfolgende Oberflächen- oder Montageschritte sollten erkennbar sein.

Bestehen Anforderungen an Festigkeit, Dichtheit, Verzug, Nahtoptik, Korrosionsschutz, Prüfungen, Dokumentation oder Schweißzertifizierungen, werden diese projektbezogen abgestimmt. Liegen noch nicht alle Details fest, kann apra die Anforderungen gemeinsam mit Ihnen eingrenzen und einen geeigneten Fertigungsweg ableiten.