Kombi-Projekte Blech und Kunststoff

Durch den gezielten Materialmix werden unterschiedliche Anforderungen an Stabilität, Funktion oder Design innerhalb eines Gehäuses oder einer Baugruppe mit passenden Blech- und Kunststoffkomponenten gelöst. Die apra-gruppe bündelt dafür Konstruktion, Fertigung, Veredelung und Montage im eigenen Haus, für eine funktionsfähige Gesamtlösung aus einer Hand.

Material- und verfahrensübergreifende Lösungen für Gehäuse und Baugruppen

Die apra-gruppe ist Hersteller kundenspezifischer Gehäuse und Baugruppen, bei denen Blech- und Kunststoffkomponenten zu einer technisch abgestimmten Gesamtlösung kombiniert werden.

Was sind Blech-Kunststoff-Kombi-Projekte?

Bei Blech-Kunststoff-Kombi-Projekten bildet eine Konstruktion aus Stahlblech, Edelstahl oder Aluminium die mechanische Basis. Kundenspezifische Kunststoffteile ergänzen sie dort, wo beispielsweise elektrische Isolation, Formfreiheit, geringes Gewicht, eine ergonomische Bedienung oder eine eigenständige Geräteoptik gefordert sind.

Die Lösungen reichen von Gehäusen mit einzelnen Kunststoffkomponenten bis zu montierten Baugruppen mit Fronten, Hauben, Bedienelementen, Einbauten und elektronischen Komponenten. Blech- und Kunststoffteile werden dabei nicht unabhängig voneinander betrachtet, sondern hinsichtlich Funktion, Schnittstellen, Toleranzen, Oberfläche und Montage gemeinsam ausgelegt.

Wann ist eine Kombination aus Blech und Kunststoff sinnvoll?

Ein Materialmix ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine reine Blech- oder Kunststoffkonstruktion nicht alle Anforderungen eines Projekts gleichermaßen erfüllt. Entscheidend ist, welche Funktion der jeweilige Werkstoff innerhalb der Gesamtlösung übernimmt.

Bereich Ihre Herausforderung Unsere technische Lösungen
Mechanischer Aufbau
Das Gehäuse benötigt eine belastbare Tragstruktur, soll aber nicht vollständig aus Blech ausgeführt werden.
Ein Blechchassis oder -rahmen übernimmt Aufnahme und Befestigung; Kunststoffteile ergänzen Außenflächen, Abdeckungen oder Funktionsbereiche.
Geometrie und Design
Räumlich geformte, ergonomische oder optisch prägende Bereiche lassen sich mit einer reinen Blechkonstruktion nur eingeschränkt umsetzen.
Tiefgezogene, spritzgegossene, gefräst-gebogene, vakuumgegossene oder 3D-gedruckte Kunststoffteile werden mit der Blechbasis kombiniert.
Einbauraum und Integration
Elektronik, Displays, Steckverbinder oder Bedienelemente erfordern unterschiedliche Befestigungs- und Einbausituationen.
Metallische Montageebenen und kundenspezifische Kunststofffronten oder -träger werden auf die Komponenten und Schnittstellen abgestimmt.
EMV und Wärme
Abschirmung oder Wärmeableitung sind erforderlich, zugleich werden nichtleitende oder frei geformte Gehäusebereiche benötigt.
Leitfähige Metallbereiche übernehmen projektbezogen Abschirm- oder Wärmeleitfunktionen; Kunststoff wird gezielt für ergänzende Funktionsbereiche eingesetzt.
Isolation und Berührschutz
Elektrisch leitfähige Gehäuseteile müssen gegenüber Bedien-, Anschluss- oder Innenbereichen abgegrenzt werden.
Kunststoffelemente schaffen isolierende Bereiche; Blechkomponenten bleiben dort erhalten, wo Stabilität, Befestigung oder Leitfähigkeit benötigt werden.
Schnittstellen und Toleranzen
Unterschiedliche Fertigungsverfahren und Werkstoffe müssen montagegerecht zusammenpassen.
Bezugspunkte, Fügeflächen, Toleranzketten und die unterschiedliche Wärmeausdehnung werden bereits in der gemeinsamen Konstruktion berücksichtigt.
Oberfläche und Bedienung
Pulverbeschichtete oder metallische Flächen sollen mit farblich und haptisch abgestimmten Kunststoff- und Bedienbereichen verbunden werden.
Oberflächen, Bedruckung, Folientechnik, Materialübergänge und Spaltbilder werden projektbezogen festgelegt und bemustert.
Varianten und Stückzahlen
Grundgerät, Bedienfront oder Ausstattung ändern sich je Variante und Menge.
Gleichteile aus Blech werden mit variablen Kunststoffteilen kombiniert; das jeweilige Kunststoffverfahren wird an Geometrie, Projektphase und Zielstückzahl angepasst.

Eine Firmengruppe, ein Ansprechpartner

Alle für das Kombi-Projekt benötigten Blech- und Kunststoffkomponenten werden innerhalb der apra-Firmengruppe realisiert. Externe Fertigungsanbieter sind dafür nicht erforderlich. Für den Kunden bleibt die gesamte Umsetzung gebündelt: Ein zentraler Ansprechpartner koordiniert alle Bauteile, Fertigungsverfahren, Schnittstellen und Freigaben.

Blech- und Kunststoffverfahren innerhalb einer Lösung

Für die Metallkomponenten stehen innerhalb der apra-gruppe unter anderem Blechbearbeitung, Kanten, Schweißen, mechanische Bearbeitung und Oberflächenveredelung zur Verfügung. Je nach Anforderung können Stahlblech, Edelstahl oder Aluminium eingesetzt werden.

Die Kunststoffkomponenten können bei apra-plast unter anderem in Fräs-Biegetechnik, im Spritzguss, Vakuumguss, 3D-Druck oder Tiefziehverfahren realisiert werden. Dadurch lässt sich das Kunststoffverfahren passend zur Geometrie, benötigten Oberfläche, Projektphase und Stückzahl auswählen, ohne die Funktion der Blechkonstruktion aus dem Blick zu verlieren.

Projektanforderungen besprechen

Sie planen ein Gehäuse oder eine Baugruppe, bei der Blech und Kunststoff unterschiedliche Funktionen übernehmen sollen? Gemeinsam lassen sich Materialaufteilung, Fertigungsverfahren, Schnittstellen und Integrationsumfang bewerten und zu einem belastbaren Lösungskonzept zusammenführen.

Thomas Becker

Produkt-/Projektmanagement

Typische Anwendungen

Kombi-Projekte aus Blech und Kunststoff eignen sich insbesondere für Geräte und Systeme, bei denen mechanische Stabilität mit funktionalen oder gestalterischen Kunststoffelementen verbunden werden soll.

Typische Anwendungen sind:

  • Elektronik- und Gerätegehäuse mit Kunststofffront oder -haube
  • Bedien-, Anzeige- und Terminalgehäuse
  • Mess-, Prüf- und Analysegeräte
  • Steuerungs- und Automatisierungsbaugruppen
  • Gehäuse mit metallischer Montage-, Abschirm- oder Wärmeleitebene
  • Vormontierte Funktionseinheiten mit mechanischen und elektronischen Komponenten

Konstruktion, Fertigung und Montage

Die materialübergreifende Umsetzung reicht von der Konstruktion und fertigungsgerechten Auslegung über die Herstellung und Veredelung der Einzelteile bis zur Montage. Dabei werden insbesondere Materialübergänge, Befestigungspunkte, Toleranzketten, Zugänglichkeit und der vorgesehene Montageablauf berücksichtigt.