Eloxieren

Funktionale und dekorative Eloxalschichten für Aluminiumbauteile. Für Aluminiumgehäuse und Bauteile kann die apra-gruppe das externe Eloxieren in den Projektablauf einbeziehen. Legierung, Funktion, Schichtdicke, Farbe, Sichtflächen und Kontaktierungsstellen werden dabei mit Konstruktion, Bearbeitung und späterer Montage abgestimmt.

Eloxalschicht passend zur Bauteilanforderung

Beim Eloxieren wird auf Aluminium elektrochemisch eine definierte Oxidschicht erzeugt. Je nach Projekt kann sie technische oder dekorative Aufgaben erfüllen und beeinflusst neben Schutz und Optik auch die elektrische Funktion der Oberfläche.
Welche Ausführung sinnvoll ist, wird anhand von Bauteilfunktion, Aluminiumlegierung, gewünschtem Erscheinungsbild, Toleranzen und Folgeprozessen bewertet.

Legierung und Materialqualität frühzeitig festlegen

Die Aluminiumlegierung und die Homogenität des Materials beeinflussen das spätere Ergebnis. Für das nachträgliche Eloxieren wird AlMg1 bevorzugt; die Eignung der konkreten Legierung wird jedoch immer projektbezogen geprüft.

Auch voreloxiertes Blech kann eine Option sein. Ob voreloxiertes Material oder eine nachträgliche Behandlung geeigneter ist, hängt von Bauteilgeometrie, Bearbeitung, Sichtflächen und der gewünschten Oberflächenwirkung ab.

Farbe Sichtflächen und Chargen abstimmen

Eloxalschichten können technisch oder farbig ausgeführt werden. Farbe, Schichtdicke, Verdichtung und relevante Sichtflächen sollten deshalb eindeutig in Zeichnung und Bestellung festgelegt sein.
Bei farbig eloxierten Bauteilen sind chargenbedingte Farbabweichungen möglich. Für optisch anspruchsvolle Serien können zulässige Abweichungen, Grenzmuster oder Freigabemuster projektbezogen vereinbart werden.

Kontaktierungsstellen und elektrische Funktion berücksichtigen

Für den Eloxierprozess benötigt das Bauteil geeignete Kontaktierungs- und Aufhängestellen, an denen Spuren entstehen können. Diese Stellen werden möglichst an optisch und funktional unkritischen Bereichen vorgesehen und in der Zeichnung gekennzeichnet.
Da die Eloxalschicht elektrisch isolierend wirkt, müssen Erdungs- und Kontaktbereiche frühzeitig berücksichtigt und bei Bedarf entsprechend ausgeführt werden.

Projektanforderungen besprechen

Sie planen ein Aluminiumgehäuse oder Bauteil mit funktionaler oder dekorativer Eloxalschicht? Wir klären gemeinsam, welche Ausführung zu Werkstoff, Funktion, Optik und weiteren Fertigungsschritten passt.

Thomas Becker

Produkt-/Projektmanagement

Materialmix und Montagereihenfolge planen

Einpress- und Verbindungselemente aus anderen Werkstoffen können das Eloxierergebnis beeinflussen oder Flecken verursachen. Materialkombinationen und Montagereihenfolge werden deshalb vor der Oberflächenbehandlung geprüft.

Je nach Bauteil kann es sinnvoll sein, Befestigungselemente erst nach dem Eloxieren einzubringen. So lassen sich Oberfläche, Verbindung und spätere Funktion besser aufeinander abstimmen.

Wichtige Projektanforderungen im Überblick

Projektpunkt Was berücksichtigt wird
Legierung und Material
Eignung, Homogenität und mögliche Materialvarianten prüfen
Funktion der Oberfläche
Technische, optische und elektrische Anforderungen festlegen
Farbe und Sichtflächen
Farbton, zulässige Abweichung und relevante Ansichtsflächen definieren
Schicht und Toleranzen
Schichtdicke, Maßbezug, Passungen und Gewinde berücksichtigen
Kontaktierungsstellen
Aufhängung und mögliche Kontaktspuren zeichnerisch festlegen
Montagereihenfolge
Materialmix, Einpress- und Verbindungselemente frühzeitig abstimmen

Von der Oberflächenanforderung zum fertigen Bauteil

Für eine Anfrage muss die genaue Eloxalausführung noch nicht vollständig festgelegt sein. Hilfreich sind Zeichnung oder 3D-Modell, Aluminiumlegierung, gewünschte Funktion, Schichtdicke, Farbe, Sichtflächen, Kontaktierungsstellen, Stückzahl sowie Anforderungen an Prüfung und Dokumentation.
Auf dieser Basis prüft apra die technische Umsetzbarkeit und stimmt den externen Bearbeitungsumfang mit Konstruktion, mechanischer Fertigung und den vorgesehenen Folgeprozessen ab.